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August 2017

Draußen im Steyrdorf

in Kunst & Kultur/Veranstaltungen

Konzerte an Orten mit Geschichte

So nennt sich die zweiteilige Veranstaltungsreihe im Steyrdorf an der Konzerte an ungewöhnlichen Plätzen statt finden. Die Idee historische Orte wie den roten Brunnen oder den Dunklhof in dem historisch, architektonisch und den Denkmalschutz betreffenden Altstadtbereich zu bespielen entstand in einer Runde engagierter Steyrdöfler rund um Michael Atteneder.

Diese Plätze für Kunst zu nutzen ist aber nicht neu. Schon 1959 lud die Lyrikerin Dora Dunkl zu einem jährlichen „Serenadenabend“ im Dunklhof. Auch Wirtschaftstreibende des Steyrdorfes wie Stephan Mayr begrüßen diese Initiative zur Belebung des historischen Stadtteils von Steyr.

Die Strottern, Foto ©Reiner Riedler

Die erste Veranstaltung findet am 27. August mit einem Konzert der Die Strottern im Dunkelhof statt. Die Strottern entstauben das Wienerlied musikalisch und inhaltlich so gründlich, dass aus einer traditionellen lokalen Liedtradition eine Musik wird, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Davon zeugen auch die zahlreichen Auszeichnungen der Herzblutmusikanten. Die Strottern können lustig und laut sein und gerne zeigen die beiden Musiker, wie wild entschlossen sie im schwarzen Anzug, der Berufskleidung aller Wiener Kellner und Totengräber, aus der Haut fahren können.

Einlass ist ab 10.30 Uhr bis der Hof voll ist. Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung in den Rittersaal des Dunkelhofes verlegt. Konzertbeginn ist 11 Uhr. Die Veranstalter freuen sich über eine freiwillige Spende. Im Anschluss laden Steyr Touristik und der Verein Heimatpflege zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im Obergeschoß des Dunklhofs.

Trio Lepschi beim Roten Brunnen

Das Trio Lepschi bespielt den Platz beim Roten Brunnen am 1. September. Nach fast sieben Jahren seines Bestehens präsentiert sich das Trio Lepschi mit einem neuen – ja, regelrecht unverbrauchten! – Gesicht: Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden des Haudegens der ersten Stunde Tomas Slupetzky tritt der junge Michael Kunz mit den zwei alten Lepschis Martin Zrost und Stefan Slupetzky in die Wienerliedarena.

Der Kunz hat nicht nur eine saubere Stimme, sondern auch zehn äußerst flinke Finger, die mit großer Grazie über die Gitarrenbünde tanzen. Obacht! Frischer Wind bringt neue Besen, wie man sagt. Und deshalb wird das Trio künftig mit so manchem nie gehörten Gustostückerl auf Lepschi gehen.

Konzertbeginn: 19 Uhr, Eintritt freiwillig. Nicht bei Schlechtwetter!

Trio Lepschi, Foto ©Julia Maetzl

Galerien und Ateliers

Die Galerien und Ateliers im Steyrdorf haben ab 16  Uhr geöffnet :

  • Petra Hochgatterer, Michaelerplatz
  • Alois Pelzguter, Dunklhof
  • Kunsthandel Pohlhammer Kunst Trafik, Gleinker Gasse /Schnallenberg;
  • Oscar Holub und Galerie Steyrdorf, Sierninger Straße;
  • gallery4art und  Atelier Bartl, Frauengasse.
  • Vernissage  in der Galerie Steyrdorf um 18 Uhr

 

MAN Lehrlinge feilen an ihrer Ausbildung

in Innovation/Leben

Digitale Technologien als Ausbildungsmodul

Die Lehrlinge von MAN Steyr feilen nicht nur an scharfen Graten von Metallbauteilen, sondern auch an ihrer eigenen Ausbildung zum Thema digitale Technologien. Vier Tage lang haben sich insgesamt 15 Lehrlinge unterschiedlichster Berufe des MAN Ausbildungszentrums den Kopf darüber zerbrochen, wie ein Ausbildungsmodul für digitale Technologien aussehen soll.

Das Projekt wurde von der Innovationsinitiative NATURE OF INNOVATION initiiert und von der KinderUni OÖ als  Young Designers-Projekt durchgeführt. Ein Team des Logistikums der Fachhochschule Oberösterreich leitete den Workshop nach der Methode des Design Thinkings.

Unterstützung durch Technologieschmiede Profactor

Den ersten Tag verbrachten die Lehrlinge im Steyrer Forschungsunternehmen. PROFACTOR. Im Technology Lab der Technologieschmiede erfuhren die Lehrlinge welches Bild von der Fabrik der Zukunft die Wissenschaft hat, und was der State-of-the-Art in der Forschung ist.

Young Designers-Workshop @ MAN, © Kreil

Positiv überrascht zeigte sich Birgit Pfefferl (MAN Unternehmenskommunikation): „Mit diesem Workshop haben wir ein Experiment gewagt und sind positiv überrascht worden. Sowohl die inhaltlichen Ergebnisse als auch die strukturierten Präsentationen waren beeindruckend. Wir sind stolz auf unsere Lehrlinge.“

Der Leiter des Ausbildungszentrums, Alois Dürnberger: „Der Workshop hat wertvolle Inputs für die Modulgestaltung sowie für die Erstellung des künftigen Ausbildungsplans gebracht.“

Mit Tom Mayrpeter durch Steyr

in Einkaufen

„Mein Steyr ist einfach eine schöne Stadt“

sagt Skirennläufer Thomas Mayrpeter und merkt lächelnd an: „Thomas klingt mir zu förmlich, meine Freunde nennen mich alle Tom.“ Die gute Laune ist dem sympathischen 25-Jährigen nicht abhanden gekommen – trotz zweier großer Rückschläge in den vergangenen beiden Skiwintern:

Tom Mayrpeter spaziert mit Stadtkult! Steyr durch seine Heimatstadt.

Im November 2015 zog er sich beim Weltcup-Super-G in Lake Louise einen Kreuzbandriss sowie Meniskusverletzungen im rechten Knie zu. Nach mühevollem Heranarbeiten an die internationale Spitze erwischte es ihn im heurigen März bei einem FIS-Super-G in Innerkrems erneut: Kreuzbandriss, dieses Mal im linken Knie. Doch das Wort „aufgeben“ kommt in Toms Wortschatz offenbar nicht vor.

 

„Ich gebe mein Bestes, um so bald wie möglich in den Skirennsport zurückkehren zu können“, betont er zu Beginn unseres Stadtrundganges beim Treffpunkt am Neutor.

Schon in der Volksschule Wehrgraben fiel er durch sein sportliches Talent auf. Nach der Ski-Hauptschule in Windischgarsten besuchte er die Ski-Hotelfachschule in Bad Hofgastein. In dieser Zeit gehörte er zu den weltbesten Slalomfahrern seines Jahrgangs. 2010/11 schaffte er den Sprung in das Europacup-Team des ÖSV. Tom begann sich auf die schnellen Disziplinen Super-G und Abfahrt zu spezialisieren.

„Weil mich der Slalom einfach nicht mehr gereizt hat“, erklärt er. Sein Hang zur Geschwindigkeit wird auch bei der Frage nach einem Vorbild deutlich.

Es fällt kein Name eines Skifahrers, sondern der einer Motorrad-Legende: „Valentino Rossi – weil mich Motorsport fasziniert und ich auch selbst gerne mit dem Motorrad unterwegs bin.“

Tom Mayrpeter bei Moreboards

Junioren-Weltmeister und ÖSV-Zukunftshoffnung

2012 gewann Tom sein erstes FIS-Rennen. Danach ging es für ihn mit den Skiern rasant die Pisten bergab und sportlich steil bergauf. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2013 in Quebec (Kanada) gewann er die Goldmedaille im Super-G und Silber in der Abfahrt.

Tom stabilisierte seine Leistungen und schloss den Winter 2014/15 als Zweiter der Super-G-Gesamtwertung und Dritter der Abfahrts-Gesamtwertung im Europacup ab. Mit diesen Platzierungen sicherte er sich fixe Startplätze im Weltcup 2015/16 in beiden Disziplinen.

Er zählte zur erweiterten Weltspitze und war vor seinem schweren Sturz in Lake Louise in guter Form. Nach Reha und Wiederaufbau arbeitete er sich im vergangenen Winter Schritt für Schritt in den Ergebnislisten nach vorne – bis zum Malheur in Innerkrems.

Tom ist ein Kämpfer mit klaren Zielen: „Nun beginne ich wieder von vorne. Aber ich weiß, dass ich es schaffen kann wieder Anschluss an die internationale Spitze zu finden und in den Weltcup zurückkehren.“

Tom Mayrpeter besucht La Galeria am Stadtplatz
Tom Maypeter mit La Galeria Wirt Markus Balint

Treffpunkt im La Galeria

„Servus Tom! Heute ist Terrassenwetter – wir haben dir schon ein Platzerl reserviert“, begrüßt Wirt Markus Balint seinen Stammgast.

„Dieses Angebot nehme ich natürlich sofort an“, freut sich Tom augenzwinkernd und erklärt: „Im La Galeria bin ich total gerne.

Hier tun sie alles, damit man sich als Gast wohlfühlt. Das Angebot ist vielfältig, die Qualität aller Speisen hochwertig. Für mich ist das Lokal der beste Italiener in Steyr.“

Der große Gastgarten, der sich auf einer stilvollen Altstadt Terrasse direkt an der kühlenden Enns befindet, bietet bis zu 70 Personen Platz. Im Lokal selbst gibt es 150 Sitzplätze. Damit ist das La Galeria ideal für gesellschaftliche Anlässe geeignet.

Bei seinen Gästen punktet es aber auch noch mit anderen Vorzügen – zum Beispiel mit einem Lieferservice für Geschäftsleute am Grünmarkt. Markus erklärt: „Viele von ihnen können nicht aus ihrem Geschäft weg. Umso mehr genießen sie es, wenn leckeres italienisches Essen direkt zu ihnen kommt.“

Die neuesten Highlights internationaler Stardesigner findet man bei Casa Moda am Grünmarkt

Stil hat man(n) – und kann man(n) kaufen

Gut gestärkt verlässt Tom das La Galeria. Nach einem „Servus, bis zum nächsten Mal“ macht er sich auf den Weg zu einem Shop in der Nachbarschaft: ins Casa Moda am Grünmarkt 7.

Wer topaktuelle Mode sucht, wird hier garantiert fündig. Zum Sortiment gehören die neuesten Highlights internationaler Stardesigner ebenso wie jene von Newcomern aus Mode-Metropolen wie Mailand, Paris, London oder New York.

Von Tom Ford über Valentino, Prada, Balenciaga, Dolce & Gabbana oder Dsquared bis zu Moncler, Phil Petter oder Bottega Veneta. Nachdem er sich einen modischen Gürtel ausgesucht hat, befühlt Tom ein Sakko: „Ich bevorzuge vor allem dunkle Töne wie grau oder schwarz.“

Wer seinen Stil nicht so klar definieren kann wie das Steyrer Ski-Ass, findet im Casa Moda Unterstützung in Form einer freundlichen und kompetenten Stilberatung.

 

 

Tom Mayrpeter besucht Friedrich Schmollgruber und sein Eisenuhren Museum

Uhren, Schmuck und ein ganz besonderes Museum

Vis-a-vis vom Casa Moda befindet sich das Schmollgruber-Haus am Grünmarkt 2.

Dieses fast 500 Jahre alte Renaissancehaus zählt zu den bekanntesten Steyrer Handwerkshäusern und wurde von der Familie Schmollgruber liebevoll restauriert.

Die Uhrmacherfamilie betreibt dort ein Geschäft, in dem feine Schweizer Uhren, Perlen, Brillanten und Design- Schmuck erworben werden können. „Ach, du bist der Mayrpeter-Tom. Das freut mich aber! Dich kenn ich ja noch als kleinen Buben, da warst du mit der Oma und mit deinen Eltern öfters hier.“

Tom wird von Friedrich Schmollgruber herzlich begrüßt. „Bei dir geht’s im Sport um Hundertstelsekunden – und auch in meinem Beruf dreht sich alles um die Zeit“, stellt der rüstige Uhrmachermeister fest.

Er lädt Tom ein, einen Blick auf ganz besondere Uhren zu werfen und öffnet für ihn Österreichs einziges Eisenuhrenmuseum im ersten Stock.

Stolz zeigt er ihm einige besondere Exponate wie zum Beispiel historisch wertvolle Türmeruhren aus dem 14. Jahrhundert. Zu jeder Eisenuhr kann er eine spannende Geschichte erzählen.

Dabei fällt auch so manche philosophische Bemerkung wie zum Beispiel: „Manche Uhr mag wertvoll sein, doch für mich ist die Zeit das Wertvollste.“

 

 

Juniorchef Angelo Corso stellt jede Eissorte mit viel Liebe und hochqualitativen Zutaten selbst her

„Ich bin ein Eistiger!“

Sommerlich warm ist es heute in Steyr. Viele Menschen flanieren über den Stadtplatz, sitzen in den Gastgärten, genießen coole Drinks.

In entspannter, gemütlicher Atmosphäre – umgeben vom einzigartigen Ambiente der Altstadt. „Jetzt habe ich richtig Lust auf ein Eis. Ich bin ohnehin ein Eistiger, mir schmeckt es eigentlich zu jeder Jahreszeit“, meint Tom.

Sein Schritt wird schneller, er visiert den Eissalon Corso am Stadtplatz an und entscheidet sich für die Geschmacksrichtung Wassermelone. „Das ist heuer ein Renner. Ebenso wie Roseneis, Venezianer, Mozarteis oder Whiskycreme“, erklärt Juniorchef Angelo Corso.

Seine persönliche Lieblingssorte ist übrigens Blutorange. Gemeinsam mit seiner Familie kam er vor zwölf Jahren aus Sizilien nach Steyr. Das Besondere am Eissalon Corso ist, dass jede Eissorte mit viel Liebe und hochqualitativen Zutaten selbst hergestellt wird.

 

Wo junge Mode zu Hause ist

Mit seinem Wassermeloneneis in der Hand schlendert Tom durch die Enge Gasse. „Schauen wir noch schnell beim Rene rein!

In seinem Shop gibt’s genau meine Mode, er hat vieles, was genau meinen Geschmack trifft“, sagt Tom und zweigt am Ende der Engen Gasse in den Moreboards Store ab.

Seit 2011 gehört er zu den führenden Adressen in Sachen Style, urbane Fashion und vor allem Lifestyle-Sportarten wie Skateboarden.

Storeleiter Rene Derntl erzählt: „Wir führen den bekannt klassischen Moreboard-Mix aus lässigen Styles und aktuellen Trends von Urban Fashion bis Freestyle. Von Caps, Sonnenbrillen, Sneakers bis hin zu Jeans und Boards – für den Sport (Skate, Longboard, Surf und Snowboard), zum Chillen oder einfach als stylische Casual Wear.“

Auf die Frage, was ihm persönlich an Steyr gefällt, hat Rene sofort eine Anwort parat: „Mir taugt die Kombination aus Altstadt, Natur in nächster Nähe und Leben am Fluss. Steyr bietet einfach eine hohe Lebensqualität und viele Möglichkeiten.“

 

Tom Mayrpeter und Sepp Kirchmayr

Der erste Schritt zum Traumurlaub

Auf dem Rückweg zu seinem Auto legt Tom noch einen kurzen Stopp am Grünmarkt ein – bei Sepp Kirchmayr im Reisebüro Travel & More. Obwohl es für ihn erst nach der Wintersaison 2017/18 zum Thema wird, holt sich Tom erste Infos für seinen nächsten Erholungsurlaub.

Sepp informiert ihn ausführlich und bringt viel persönliche Erfahrung in das Beratungsgespräch ein. Das entspricht ganz der Philosophie von Travel & More.

Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt hat sich das Reisebüro dem Ziel verschrieben, durch 100-prozentige Eigenständigkeit maßgeschneiderte Reisen für seine Kunden auszuarbeiten. Das Unternehmen gehört keiner Vertriebskette an.

Nicht Angebote stehen im Vordergrund, es dreht sich alles um das Bedürfnis des Kunden. „Jeder hat eine ganz individuelle Vorstellung von seinem Traumurlaub. Wir helfen bei der Erfüllung dieses Traums“, bringt Sepp die Philosophie auf den Punkt.

Toms nächster Urlaub wird ebenso kommen wie sein erfolgreiches Comeback. Darauf hoffen alle seine Fans und die Redaktion von Stadtkult Steyr, die ihm alles Gute für seinen Weg zurück wünscht!

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