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Der Nischenladen – handgemachte Unikate aus der Region

in Einkaufen/Nische

Fast am Ende der wunderschönen Berggasse in Steyr ist der Nischenladen von Monika Brandner seit 2014 zuhause. Hier mitten im Zentrum, gegenüber der thronenden Stadtpfarrkirche, findet man ein umfangreiches Sortiment aus liebevoll gestalteten Kunsthandwerken und Produkten, entworfen von unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Monika und ihr Team versuchen hier ganz individuell auf den Kunden einzugehen und standen Stadtkult !Steyr für ein Interview zur Verfügung.

Die gebürtige Behambergerin hatte schon in der Kindheit einen Bezug zu Steyr und war seither von der Altstadt fasziniert: „Es war schon immer ein Kindheitstraum einen eigenen Laden zu besitzen und mir war auch immer klar, dass für mich diesbezüglich nur Steyr in Frage kommt.“

Monika genoss ihre Ausbildung im Einzelhandel und wechselte später nach Ansfelden, wo sie die Büroleitung eines namhaften Möbelherstellers übernahm.

Doch 2014 musste ein Tapetenwechsel her: „Ich habe mir eine zweimonatige Auszeit genommen um mich neu orientieren und erfinden zu können. In dieser Zeit wuchs dann die Idee mit dem Nischenladen in mir und ich habe mich dann relativ schnell dazu entschieden, diese Idee tatsächlich umzusetzen. Mir fehlte im Büro einfach die Möglichkeit, kreativ etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.“

© Stefan Wandrack

Nach nur zwei weiteren Monaten wurde dann der Nischenladen in der Berggasse eröffnet und besteht seit diesem Zeitpunkt.
Schmunzelnd erinnert sich Monika an eine nette Anekdote:  „Ich bin dann im ersten Schritt in der Wirtschaftskammer bei einem Workshop zum Thema Selbständigkeit gesessen und lustigerweise saß Andreas Resch vom Eissalon Buburuza mit mir in diesem Seminar. Im Nachhinein muss man also feststellen, dass sich dieser Kurs für uns zwei wirklich ausgezahlt hat.“

Im Nischenladen können Kunden bei der Gestaltung der Handwerksartikel aktiv mitwirken und ihre Wünsche direkt einbringen. Im Geschäft lagern hunderte Stoffe zur Auswahl und verschiedenste dekorative Element können aufgebracht werden. So ist es beispielsweise möglich, Polster und Taschen mit Stickereien zu personalisieren und zu veredeln.

„Zugleich ist unser Geschäft ja auch unsere Werkstatt und man kann uns beim Arbeiten somit beobachten. Wenn neue Kunden die Manufaktur betreten sind diese regelmäßig überrascht, dass wir hier tatsächlich noch selbst fertigen und produzieren. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, schafft ein Bewusstsein beim Kunden und man wird so definitiv wieder mehr geschätzt.“, so die Unternehmerin.

Kunden bei der Gestaltung der Handwerksartikel aktiv mitwirken © Stefan Wandrack

Auch auf Handwerksmärkten und –messen ist der Nischenladen jedes Jahr vertreten und man kommt so durch ganz Österreich. Viele Kunden die man dort kennenlernt sieht man dann auch wieder, sei es physisch im Laden oder digital auf der eigenen Website.

„Der große Vorteil dieser Märkte ist, dass wir genau unser Zielpublikum erreichen. Menschen die einen Wert darauf legen, aus was, wo und wie etwas produziert worden ist.“, so die Geschäftsfrau.

Trotz der hohen Investitionskosten sei auch der Weg zum eigenen Webshop der richtige Schritt gewesen: „Wir hatten früher sehr viele Bestellanfragen über Facebook – weil wir dort relativ stark vertreten sind – und konnten diese Nachrichten einfach nicht mehr bewältigen, da dies mit einem massiven Zeitaufwand verbunden war. Durch den Webshop hat sich alles verändert und automatisiert, da der Kunde nun eine Adresse hat über die er seine Wunschartikel individualisieren und bestellen kann.“

Unterstützt wird Monika im Geschäft von Mitarbeiterin Marlene und in der Produktion von zwei Näherinnen, die genauso für den Nischenladen brennen wie die Unternehmerin selbst: „Für mich ist es toll, dass meine MitarbeiterInnen sich selbst so mit unserem Geschenkeladen identifizieren können. Da steckt auch Herzblut dahinter und das macht mich wirklich stolz.“

Marlene und Monika, das Team des Nischenladen Steyr © Stefan Wandrack

Auf die nächsten Pläne und Wünsche angesprochen bekommen wir gleich eine erfreuliche Antwort: „Wir platzen aus allen Nähten.“. Man ist also auf der Suche nach einem größeren Standort für die Produktion und die Produktpräsentation und hofft bald fündig zu werden.

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