Das Eis von Buburuza

Die Glücklichmacher

Wusstet Ihr eigentlich, was ein „buburuză“ ist? Dieses Wort stammt aus dem Rumänischen und bedeutet übersetzt Marienkäfer. Der Unternehmer Andreas Resch hat im Jahr 2015 diesen verspielt klingenden Namen, der übrigens der Kosename seiner Tochter Sophia ist, für sein Eisgeschäft auserkoren und im Nu den Olymp der österreichischen Eiswelt erklommen. Im Juli 2016 wurde ihm erstmals, im Jahr 2017 zum zweiten Mal im Rahmen einer Umfrage durch das Magazin Falstaff der Titel des beliebtesten Eissalons des Landes verliehen. Pünktlich zum Saisonstart trifft  Stadtkult !Steyr Andreas für ein Interview, um einen Blick hinter die Kulissen dieser Steyrer Erfolgsstory zu erhaschen.

“Wir lieben, was wir machen und haben von Anfang an daran geglaubt.”

Der gelernte Patissier und seine Frau Florentina begrüßen uns in ihrem kleinen und feinen Eissalon in der Enge Gasse. 2015 hatten die beiden dort ihren ersten Auftritt im Rahmen des Genussfestes. Ursprünglich wurde ihnen damals angeboten, ihr Eis an diesem Standort für 2 Tage, eben für die Dauer der Veranstaltung, von ihrer „Perle“ aus zu verkaufen. Man wollte sie dann aber gar nicht mehr ziehen lassen und so wurde daraus ein ganzer Sommer und erfreulicherweise mittlerweile eine großartige dauerhafte Bleibe für Buburuza.

Das Eis von Buburuza 1

Mit der Geburt seiner Tochter Sophia beschloss Andreas, ein gebürtiger Steyrer, nach 14 Jahren in seine Heimatstadt zurückzukehren, um hier seinen Traum von der eigenen Eisproduktion in die Tat umzusetzen. 8 Jahre lang unterstützte er zuvor ein erfolgreiches Sozialprojekt in Rumänien, wo er mithalf, eine Berufsschule für jugendliche Bäcker, Patissiers und Konditoren aufzubauen.

„Es ist schön, heimzukehren und etwas Neues aufbauen zu können. Wir hatten hier keinerlei Befindlichkeiten oder Verpflichtungen und konnten so ganz unbedarft bei Null starten“, meint Andreas, der Herausforderungen schätzt und – das zeigt sich in seinen extravaganten Eiskreationen – äußerst abenteuerlustig und experimentierfreudig ist. So wird bei Buburuza auf kein einziges bestehendes Rezept zurückgegriffen. Jede einzelne Sorte wird neu entwickelt und dabei wird fallweise sogar auf Kundenwünsche eingegangen. Mittlerweile entstanden so bereits über 130 Sorten. „Betriebswirtschaftlich macht das vielleicht nicht immer so viel Sinn, aber Spaß macht es! Es bleibt immer spannend. Wir sind da auch sehr spontan und vieles basiert bei uns auf Intuition!“

Das Eis von Buburuza 2

Über 130 verschiede Sorten konnten die Gäste des Eissalons bereits probieren.  Foto: Prandstätter

Man schmeckt bei Buburuza einfach, was drin ist. Das liegt wohl auch an den hochwertigen Zutaten, auf deren Herkunft und Qualität besonders geachtet wird. Besonders wichtig ist den beiden, dass sie das anbieten, was sie woanders auch vorfinden möchten und so gibt es bei Buburuza auch bei kleinen Portionen die Möglichkeit, verschiedene Sorten zu mischen.

Auf die Frage nach dem besonderen Erfolgsrezept des Konzeptes meint Andi: „Ich denke, es ist Authentizität und Leidenschaft. Wir lieben, was wir machen und haben von Anfang an daran geglaubt. Leute reden über uns, weil wir viel unterwegs sind – das bringt halt das Cateringgeschäft mit sich. Ich werde in der Stadt wahrgenommen, wenn ich mit meinem Eisradl den Schlossberg hinunterrolle und Eisverkäufer sind nun mal recht positiv besetzt. Auch die Mitarbeiterinnen tragen viel zum Erfolg des Unternehmens bei. Wir bekommen immer wieder Lob für unser gesamtes Team.“

Das Eis von Buburuza 3