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Legendär

Legendär: Café Treffpunkt 1

Legendär: Café Treffpunkt

Legendär/Einkaufen

Seit 1982 am Ennskai

Sieben Tage die Woche geöffnet, generationenübergreifender Treffpunkt der Steyrer, Disco, Bar, Café und Sportsbar und somit multifunktionale Institution – das alles ist das Café Treffpunkt.

Am 16. November 1982 öffnete die legendäre Bar zum ersten Mal ihre Pforten. Was vormals die Galerie und Werkstatt eines Tapezierers war, ist seither als „das Treff“ aus Steyr nicht mehr wegzudenken.

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Das Café Treffpunkt ist seit 1982 fixer Bestandteil der Steyrer Nachtszene. © Hannes Ecker

Gründer und Betreiber Günther Sikora erzählt von seiner Vergangenheit, von seinem ursprünglichen Wunsch, Künstler zu werden und von seiner Leidenschaft für die große, weite Welt. Vier Jahre lang lebte er in Südafrika, wo er als Barmann, Kellner und als „Rausschmeißer“ das Nachtleben und die Gastronomie kennen und lieben lernte.

Das Treff entstand nach seiner Heimkehr nach Steyr. Im Grunde deshalb, weil er seiner Frau Edith, die solche Lokale liebt, so eines in Steyr eröffnen wollte. Sie sollte sich hier so richtig wohl fühlen.

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Gründer und Betreiber Günther Sikora erzählt von seiner Vergangenheit. © Hannes Ecker

Seinerzeit war das Café Treffpunkt noch richtig exotisch – zumindest für die Steyrer. Diese Art von Urbanität war man hier damals noch nicht gewöhnt. Das Konzept hat sich offenbar bewährt, denn es gibt kaum ein Lokal, in dem sich Jung und Alt gleichermaßen wohl fühlen, in dem unterschiedlichste Ziel- und Interessensgruppen derart willkommen sind und das jede Gesellschaftsschicht anspricht.

„Jeder ist im Treff willkommen und niemand soll ausgeschlossen werden“, so Günther Sikora. Nicht selten treffen hier im Treff gleich drei Generationen aufeinander.

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Der erste Umsatz begleitet Günther Sikora seit Jahrzehnten. © Hannes Ecker

Natürlich waren die Zeiten nicht immer rosig. Gleich 30 Mal er- bzw. überlebte das Café Treffpunkt das berüchtigte Steyrer Hochwasser. „Grundsätzlich hält das Haus es ja aus“, meint Günther, „nur drei Mal war es so schlimm, dass wir schon mit dem Gedanken spielten aufzugeben.

Wären da nicht all die Freunde, Helfer und die zahlreichen Gäste gewesen, die mit angepackt haben und uns motivierten weiterzumachen, gäbe es das Lokal wohl nicht mehr.“ 2002 dauerte der Kampf gegen den Schlamm, der im ganzen Lokal verteilt war, sage und schreibe 3 Tage. Es war de facto alles zerstört.

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Mehrere Hochwasser der Enns hat das „Treff“ schon überlebt © Hannes Ecker

Dann begann der Wiederaufbau. Die Einrichtung wurde ja zum Großteil selbst gebaut und so findet man Gardinenstangen, alte Betten und allerhand Mobiliar in den Wänden und den Barmöbeln verbaut.

Viele Ideen und Anregungen stammen von Günthers Frau Edith Sikora, die sich nicht nur in Sachen Einrichtung intensiv eingebracht hat: Von ihr stammt nämlich auch das Rezept des legendären „Treff-Weckerls“, das man unbedingt probieren sollte.

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Der Gastgarten am Ennskai lädt im Sommer zum verweilen ein. © Hannes Ecker

Warum wir uns im Treff so wohl fühlen, hängt vermutlich auch mit dem familiären Umgang des Treff-Teams zusammen. Hier zu arbeiten, scheint Freude zu machen und der Zusammenhalt unter den Treff-Kellnern ist deutlich spürbar.

Treff-Papa Günther Sikora, der täglich anwesend ist und uns mit seiner abwechslungsreichen „Auflegerei“ erfreut, trägt bestimmt maßgeblich zu diesem außergewöhnlichen Ambiente bei.

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Im Treff Club treffen sich Alt und Jung im einzigartigen Ambiente. © Hannes Ecker
Legendär: Café Treffpunkt 8
© Hannes Ecker
Legendär: Inka Boutique 12

Legendär: Inka Boutique

Legendär/Einkaufen

Seit 1978 am Grünmarkt

Die legendäre Inka Boutique feierte im Vorjahr ihr 45-jähriges Bestehen. Tanja Treiss, Tochter der Firmengründerin Ingrid Karsch, ist leidenschaftliche Steyrerin und betreibt ihre außergewöhnliche Boutique am geliebten Grünmarkt mit Engagement und Freude.

Begonnen hat alles mit dem ersten Jeans-Shop in Steyr – zunächst in der Sierninger Straße, dann in der Gleinker Gasse und nun schon seit 1978 am Grünmarkt. In den Siebzigern waren sie schon was ganz ausgefallenes, diese neuen Hosen aus der Vereinigten Staaten, die aus blauen robusten Stoffen für Arbeiter gefertigt wurden.

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Die Inka Boutique am Grünmarkt © Hannes Ecker

„Vier große „Abteilungen“ gibt es in der Inka Boutique“, so beschreibt uns Tanja die Inka Welt: „Schmuck und Mineralien, alles rund ums Räuchern, Deko aus aller Welt und fast ausschließlich fair gehandelte Textilien. Wir bieten über 120 unterschiedliche Sorten Räucherstäbchen sowie über 70 Sorten Räucherwerk an. Vom Traumfänger über orientalische Lampen bis hin zu Yoga Kissen reicht unser Angebot.“

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Ganz besonders wichtig sei ihr – denn dafür kennt und schätzt man die Inka Boutique seit vielen Jahren – das Thema Heilsteine und Schmuck. Die Eltern betrieben einen Großhandel mit Mineralien und über die Jahre eignete sich Tanja ein enormes Fachwissen an und hielt sogar selbst Vorträge für Interessierte.

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Der hohe Anteil an treuen Stammkunden beweist, dass hier Service und Beratung sehr hoch geschrieben werden. Was aber vielleicht nicht so bekannt ist, ist die Tatsache, dass die Inka Boutique auch über eine eigene Werkstätte verfügt, in der alle möglichen Schmuckstücke gut und günstig repariert werden. Ein Armband wird beispielsweise schon ab € 2,50 neu gefädelt.

„Unsere Kunden bringen uns oft kaputte Ketten und Armbänder, die sie als Geschenk bekommen oder vom Urlaub mitgebracht haben. Andenken, die vielleicht auf den ersten Blick nicht wertvoll erscheinen, ihnen aber viel bedeuten und wir versuchen wirklich, alles wieder in Stand zu setzen.“, erzählt Tanja Treiss.

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Tanja Treiss (rechts) im Gespräch mit Daniela Limberger von Stadtkult Steyr © Hannes Ecker

„Wir bemühen uns, unser Sortiment individuell, hochwertig und anspruchsvoll zu gestalten und nehmen uns daher ganz viel Zeit bei der Auswahl unserer Lieferanten. So haben wir viele kleine, feine Betriebe, wie etwa eine kleine Holzmanufaktur aus dem Waldviertel, einen besonderen Kerzenlieferanten aus dem Allgäu sowie Ätherische Öle aus Ternberg.“

Der Grünmarkt hat ja immer schon so seine Aufs und Abs erlebt und natürlich ist die Baustelle vor dem Innerberger Stadl kein Honiglecken für Tanja, aber sie bleibt dennoch positiv und zuversichtlich: „Ich bin wirklich ausgesprochen dankbar, dass nach so vielen Jahren des Stillstands endlich etwas passiert.

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Es ist gerade sehr viel in Bewegung und ich freue mich wirklich schon sehr auf die Landesausstellung 2021.“ Dem Grünmarkt will sie immer die Treue halten, denn auf das unvergleichliche Ambiente des Platzerls vor dem Neutor, das Plätschern des Brunnen und die Gemeinschaft mit den anderen „Grünmarktlern“ will sie nicht mehr verzichten.

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Fotos von Hannes Ecker

Legendär: Die Konditorei Schmidt 22

Legendär: Die Konditorei Schmidt

Legendär/Einkaufen

Seit 1930 eine Institution am Stadtplatz 1

Gerda, Rudolf und Armin Schmidt begrüßen uns mit einer Tasse feinem Kaffee, der in einem kleinen Familienbetrieb in Salzburg wöchentlich frisch geröstet wird.

„Wir legen größten Wert auf Herkunft und Qualität und achten darauf, unseren Kunden nur das Feinste zu servieren.“ Diesen Anspruch stellen Gerda und Rudolf Schmidt an sich und an ihr Team. Mit traditionellen, überlieferten Rezepten und Liebe zum Handwerk überzeugt man in diesem Haus nun bereits in der vierten Generation.

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© Hannes Ecker

Der Sohn Armin hat sich eigenständig dazu entschlossen, Konditor zu werden. Als 55. Lehrling wurde er im elterlichen Betrieb ausgebildet. So hat auch er das Konditorhandwerk von der Pike an erlernen dürfen und erfahren, wie man alles von Hand herstellt.

Pro Woche werden hier 1.000 Eier von Hand aufgeschlagen, Schokoladeneier gegossen, Trüffeln hergestellt und fast jeden Tag über 30 verschiedene Mehlspeisen gefertigt. Auf Fertigprodukte wird verzichtet.

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Den einen oder anderen im Hause Schmidt ausgebildeten Konditormeister kennt man hier in der Gegend, mancher hat den Weg in die große Welt eingeschlagen und woanders Karriere gemacht. Einige von ihnen sind aber auch bis zu ihrer Pensionierung im Hause Schmidt geblieben.

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Gerda Schmidt und ihre Familie überzeugen mit Liebe zum Handwerk © Hannes Ecker

Im Team geht es sehr familiär zu, Gerda Schmidt kocht täglich für alle zu Mittag und zum Geburtstag gibt’s für jeden ein Schnitzerl.

Man kommt einfach gerne zum Schmidt, weil man sich hier wohl und gut aufgehoben fühlt, zu Stammgästen hat man eine Beziehung aufgebaut und so manch eine/einer kam schon zum Zeugnistag mit den Großeltern auf ein legendäres Froscherl vorbei und führt diese Tradition beim eigenen Enkerl fort.

Die Freude und das Engagement an dem, was man macht, ist hier deutlich spürbar, obwohl es schon Zeiten gab, wo sich die Schmidts die Frage stellten: „Warum tun wir uns das eigentlich noch an?“ Zum Beispiel beim großen Hochwasser 2002, als die Backstube vorübergehend geschlossen werden musste.

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Das legendäre Froscherl hat eine lange Tradition am Zeugnistag © Hannes Ecker

„Es gehört schon viel Idealismus und Liebe zu dem, was man macht“, so Gerda Schmidt. Es sei die Wertschätzung der Gäste, die einem auch durch schwierige Zeiten helfe.

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Produktentwicklung und Innovation dürfen in der Backstube nicht fehlen © Hannes Ecker

Neben traditionellen Rezepten ist man hier aber auch immer offen für Neues. Produktentwicklung und Innovation dürfen nicht fehlen: Über 80 verschiedene Tortenrezepte gehören zum Sortiment und es werden auch immer wieder neue ausprobiert, im Sommer gibt es Eisspezialitäten und sogar hausgemachte Marmelade kann man in der Konditorei bekommen. Natürlich alles ohne Chemie oder Zusatzstoffe.

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Die Konditorei Schmidt bringt Steyrs süße Seite zum vorschein © Hannes Ecker

Auch wer ein schönes, wertiges Steyr-Geschenk sucht, ist hier gut aufgehoben. Das Steyrer Konfekt, die Steyrer Torte oder der Steyrer Taler werden im Steyrer Karton angeboten. Das Design der Verpackung stammt von der Steyrer Künstlerin Paula Weissmann, die beide Motive speziell für die Konditorei gemalt hat.

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© Hannes Ecker

Konditorei Schmied

Stadtplatz 1
4400 Steyr

Öffnungszeiten Mo-Sa:
08:30 – 18:30

www.konditorei-schmidt.at


 

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